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Generalkommando I.SS-Panzerkorps
Leibstandarte K.Gef.Std., d. 13. Juni 1944
Verleihungsvorschlag für das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes
Der SS-Obersturmführer Wittmann erhielt am 12.06.1944 den Auftrag, bei Villers-Bocage die linke Flanke des Korps zu sichern, weil anzunehmen war, dass durchgebrochene englische Panzerkräfte nach Süden und Südosten vorstoßen würden. Panzergrenadiere standen nicht mehr zur Verfügung.
Wittmann traf zur befohlenen Zeit mit 6 Panzerkampfwagen VI ein. In der Nacht vom 12. auf den 13.06.1944 musste die Kompanie Wittmann wegen schwersten Artilleriefeuers dreimal Stellungswechsel machen und stand in den frühen Morgenstunden des 13.06.1944 bei Punkt 213 nordostwärts Villers-Bocage mit 5 Panzerkampfwagen VI einsatzbereit. Um 8 Uhr meldete ein Sicherungsposten dem SS-Obersturmführer Wittmann, dass eine starke Kolonne feindlicher Panzer auf der Straße Caen - Villers-Bocage marschiere. Wittmann, dar mit seinem Tiger 200 m südlich der Straße in Deckung stand, erkannte eine englische Panzerabteilung, gefolgt von einem englischen Schützen-Panzer-Bataillon.
Die Lage erforderte schnellstes Handeln. Wittmann konnte seinen abgesetzt stehenden Männern keine Befehle mehr geben, sondern stieß sofort mit seinem Panzer, aus der Fahrt schießend, in die englische Kolonne hinein. Durch dieses rasche Eingreifen wurde die Feindkolonne zunächst getrennt. Auf 80 m vernichtete Wittmann 4 Panzerkampfwagen Sherman, setzte sich mit seinem Tiger in und neben die Kolonne und fuhr, 10 bis 30 m neben ihr in Fahrtrichtung feuernd, an der Kolonne entlang. Es gelang ihm, innerhalb kürzester Zeit 15 schwere Feindpanzer abzuschießen. Weitere sechs Panzer wurden angeschossen und die Besatzungen zum Ausbooten gezwungen. Das begleitende Bataillon auf Schützenpanzerwagen wurde fast völlig vernichtet. Die nachfolgenden vier Panzer der Kompanie Wittmann machten hiervon noch etwa 230 Gefangene. Wittmann stieß weiter, seiner Kompanie weit voraus, in den Ort Villers-Bocage hinein. In der Ortsmitte wurde sein Panzer durch eine schwere feindliche Pak bewegungsunfähig geschossen. Trotzdem vernichtete er so noch alle in Reichweite befindlichen Fahrzeuge und zersprengte den feindlichen Verband. Daraufhin bootete Wittmann mit der Besatzung aus, schlug sich zu Fuß etwa 15 km nach Norden zur Panzer-Lehr-Division durch, meldete dort den Ia, machte mit 15 Panzern IV der Panzer-Lehr-Division kehrt und stieß erneut auf Villers-Bocage vor. Mit seinen inzwischen wieder zu ihm gestoßenen Schwimm-Volkswagen schlug er sich dann zu der entlang der Hauptstrasse auf Villers-Bocage angesetzten 1. Kompanie durch und setzte diese nach seinen Kampf- und Lageeindrücken gegen den noch mit Panzern und Pak im Ort befindlichen Feind an.
Durch sein entschlossenes Handeln hat Wittmann den mit einer starken Angriffskolonne bereits tief im Rücken der eigenen Front marschierenden Feind - es handelte sich um die englische 22. Panzer-Brigade - mit seinem Panzerkampfwagen Tiger allein zum größten
Teil vernichtet und aus unmittelbarem eigenen Entschluss in höchster persönlicher Tapferkeit eine der gesamten Front des I. SS-Panzer-Korps drohende schwere Gefahr abgewandt. Dem Korps standen zu dieser Zeit keine weiteren Reserven zur Verfügung.
Mit dem heutigen Gefechtstage hat Wittmann mit seinem Panzer die Gesamtabschußzahl von 138 Feindpanzern und 132 Feindpak erreicht.
gez. Dietrich
SS-Obergruppenführer und Panzergeneral der Waffen-SS
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